Wer dieses NEDE „Konsumselfie“ Sweatshirt trägt, trägt nicht nur ein Motiv, sondern eine unbequeme Wahrheit: Wir sind Teil des Systems. Und es steht uns verdammt gut!
NEDE „Konsumshopper“ Ein Einkaufswagen, gefüllt mit Müll und einem tonnenschweren Stein, wird durch die Innenstadt geschoben. Kein Einkauf. Kein Nutzen. Keine Erlösung an der Kasse. Der Wagen die Ikone der Konsumgesellschaft kollabiert unter seinem eigenen System. Der Stein ist Ballast, Schuld, Gewicht des permanenten Mehr. Der Müll ist das logische Nebenprodukt einer Kultur, die Kaufen mit Sinn verwechselt und Wegwerfen mit Freiheit. Inmitten von Shoppingzonen wird der Wagen zur Störung. Er blockiert den reibungslosen Ablauf, verlangsamt, nervt, irritiert. Genau dort, wo Konsum sonst unsichtbar funktioniert, wird er plötzlich körperlich spürbar. Die Arbeit ist eine mobile Skulptur, eine performative Intervention und einfache Zumutung: Wenn alles jederzeit verfügbar ist, warum fühlt es sich so schwer an?
NEDE X ATTIC.STUDIO „Verwandlung des Konsums“ Konsum ist kein Endpunkt, sondern Material. Aus gebrauchten Kleidungsstücken formuliere ich neue Bedeutungen, indem ich sie durch mein künstlerisches Signet transformiere. So entlarve ich Überfluss und zeige, wie Nachhaltigkeit als kreative Praxis funktioniert. Aus Alltagskleidung wird Kunst, aus Konsum eine kollektive Erinnerung, aus meinem Logo eine Botschaft.
Black Friday Deal NEDE Sweater „Konsum ist Tot“ & Snapback Cap „Konsumvoyeur“ Foto: Richard Byrdy
NEDE Leitkultur „Made in Germany“ Readymade trifft Realität. Drei Leitpfosten, minimal modifiziert, maximal aufgeladen. Schwarz: stabil. Rot: strukturell beschädigt. Gelb: angebrannt. Das Werk seziert den Leitkulturbegriff ohne Moralkeule, aber mit präziser Ironie. Orientierung wird nicht angeboten, sondern infrage gestellt und genau darin liegt ihre ästhetische Konsequenz. Ein lakonischer Kommentar zur deutschen Gegenwart zwischen Ordnung, Überhitzung und kontrolliertem Kontrollverlust.
NEDE „Ich war ein Künstler“, FENSTER:SCHAU von Frau Blank, Ernst-Ludwig Straße 22, Darmstadt
Kunstgespräch mit der Kunsthistorikerin Julia Schmidt und den Künstler:innen Andrea Interschick, Zygmunt Blazejewski sowie NEDE über politische Themen und ihre Bearbeitung in Kunstwerken. Eine Veranstaltung im Rahmen der Feier zum 50-jährigen Bestehen des BBK Darmstadt-Südhessen im Atelierhaus. Filmaufnahmen: Matthias Zoll
NEDE „Schnäppchenjäger“, FENSTER:SCHAU von Frau Blank, Ernst-Ludwig Straße 22, Darmstadt
NEDE + ZYGMUNT BLAZEJEWSKI Das „EU – Europabild 2020/2021“ von Zygmunt Blazejewski und die „KONSUMKÖPFE“ / „Schnäppchenjäger“ von NEDE gehen in Kontakt innerhalb der Gemeinschaftsausstellung „EXPERIMENT KONTROLLIERTE ENTGLEISUNG“ im artLAB/HUB31 Darmstadt
NEDE Performance in der Pop-up Galerie illART Darmstadt